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Was neue Juweliere tun: Mauer macht den Store zur Bühne

Ein neuer Store allein reicht nicht. Juwelier Mauer zeigt in Bonn, wie moderne Verkaufsflächen auch nach der Eröffnung mit Leben gefüllt werden können. Gemeinsam mit Leo Wittwer machte das Unternehmen seinen neuen Standort zum Schauplatz für Schmuck, Diamanten, Handwerk und persönliche Begegnungen – inklusive Live-Demonstration eines Diamantschleifermeisters.

Von Petra SIvcic

Was neue Juweliere tun: Mauer macht den Store zur Bühne
Mauer macht den Store zur Eventfläche. © Mauer
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Ein neuer Store allein reicht nicht. Juwelier Mauer zeigt in Bonn, wie moderne Verkaufsflächen auch nach der Eröffnung mit Leben gefüllt werden können. Gemeinsam mit Leo Wittwer machte das Unternehmen seinen neuen Standort zum Schauplatz für Schmuck, Diamanten, Handwerk und persönliche Begegnungen – inklusive Live-Demonstration eines Diamantschleifermeisters.

Erst vor wenigen Wochen hat Juwelier Mauer sein neues Haus in der Bonner Sternstraße 68 eröffnet. Rolex, Cartier und IWC treffen dort auf Schmuckmarken wie Marco Bicego, Leo Wittwer und Tamara Comolli sowie eine eigene Goldschmiede und ein Uhrenatelier. Nun zeigt das Unternehmen, dass diese Fläche nicht nur Verkaufsraum, sondern auch Veranstaltungsort sein soll.

Bei einem exklusiven Abend gemeinsam mit Leo Wittwer standen ausgewählte Schmuckstücke, Diamanten und vor allem das Handwerk hinter den Produkten im Mittelpunkt.


Handwerk wird vor den Kunden sichtbar

Das Highlight des Abends war eine Live-Demonstration des Diamantschleifens. Ein Diamantschleifermeister ließ sich während seiner Arbeit über die Schulter schauen und erklärte den Gästen den aufwendigen Prozess hinter dem fertigen Stein.

Juwelier Mauer bezeichnet ihn in seinem Veranstaltungsbericht als einen von nur sieben Diamantschleifermeistern in Deutschland. Eine unabhängige Bestätigung dieser konkreten Zahl liegt Blickpunkt Juwelier derzeit nicht vor. Sicher ist jedoch: Der Beruf gehört zu den seltenen hochspezialisierten Tätigkeiten der Schmuck- und Edelsteinbranche.

Genau darin liegt die Stärke eines solchen Formats. Was im normalen Verkaufsgespräch häufig abstrakt bleibt – handwerklicher Aufwand, Präzision und die Bearbeitung eines Diamanten – wird für Kunden unmittelbar sichtbar.


Leo Wittwer wird zur Erlebniswelt

Neben der Vorführung präsentierte Mauer Schmuckstücke aus verschiedenen Kollektionen von Leo Wittwer. Vertreter der Manufaktur begleiteten den Abend und vermittelten den Gästen Hintergründe zu Schmuck, Diamanten und Fertigung. Laut Mauer waren dabei unter anderem Mitglieder der Inhaberfamilie Maier sowie Holger Schaible von Leo Wittwer vor Ort.

Leo Wittwer ist ein familiengeführtes Unternehmen aus dem Raum Pforzheim und fertigt seine Schmuckstücke nach eigenen Angaben vollständig in Deutschland. Die Manufaktur hebt insbesondere ihre Kompetenz im Bereich Diamantschmuck hervor.

Für Juwelier Mauer ist Leo Wittwer eine der zentralen Schmuckmarken des neuen Bonner Hauses. Das Unternehmen setzt dort bewusst auf eine vergleichsweise konzentrierte Auswahl starker Markenpartner.


Der Store wird zur Bühne

Der Abend zeigt damit einen Ansatz, der für den stationären Fachhandel zunehmend wichtig wird: Der Juwelier verkauft nicht nur ein Produkt, sondern schafft Anlässe, weshalb Kunden überhaupt in das Geschäft kommen.

Ein Diamant lässt sich online betrachten. Die Arbeit eines Diamantschleifers live zu erleben, Fragen zu stellen, Schmuck anzuprobieren und gleichzeitig mit den Menschen hinter einer Marke ins Gespräch zu kommen, lässt sich digital deutlich schwerer ersetzen.

Events können damit mehrere Aufgaben gleichzeitig erfüllen: Sie schaffen Frequenz, vertiefen Markenpartnerschaften, vermitteln Kompetenz und geben bestehenden Kunden einen neuen Anlass für einen Besuch.

Der neue Mauer-Store bietet dafür die passende Infrastruktur. Neben den Markenwelten gehören eine eigene Goldschmiede sowie ein Uhrenatelier zum Konzept. Mauer positioniert den Standort damit nicht nur als Verkaufsfläche, sondern als Kompetenzzentrum für Schmuck, Uhren, Beratung und Service.


Was neue Juweliere anders machen

Gerade darin liegt die eigentliche Botschaft für die Branche. Wer heute hohe Investitionen in einen neuen Store tätigt, muss die Fläche auch nutzen können.

Der klassische Verkauf bleibt das Kerngeschäft. Doch Präsentationen, Manufakturabende, Handwerksdemonstrationen und persönliche Begegnungen mit Markenvertretern können aus einem Geschäft einen Ort machen, an dem regelmäßig etwas passiert.


Juwelier Mauer zeigt in Bonn, wie das aussehen kann: Die Fläche verkauft nicht nur Schmuck – sie wird selbst zum Erlebnis und damit zum Instrument der Kundenbindung.

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