Vintage-Luxus steht in Mailand im Mittelpunkt. Nachdem bereits ein spektakuläres Saphir-Diamant-Collier aus dem Jahr 1965 mit einer Schätzung von bis zu 300.000 Euro für Aufmerksamkeit sorgt, lohnt sich auch ein Blick auf die Uhren der Sotheby’s-Auktion. Drei Modelle stechen besonders hervor und zeigen, wie unterschiedlich die Welt exklusiver Vintage- und Sammleruhren sein kann.
Rolex Daytona: Goldener Klassiker für bis zu 130.000 Euro

Sie gehört zu den begehrtesten Chronographen der Uhrengeschichte: die Rolex Daytona. Bei Sotheby’s kommt eine Daytona mit der Referenz 6265 aus circa 1987 unter den Hammer. Das Modell präsentiert sich mit einem 37 Millimeter großen Gehäuse aus 18-karätigem Gelbgold und einem eleganten champagnerfarbenen Zifferblatt.
Im Inneren arbeitet das Handaufzugskaliber 727 mit 17 Lagersteinen. Anders als bei modernen Automatikuhren muss dieser Chronograph regelmäßig von Hand aufgezogen werden. Genau solche mechanischen Besonderheiten machen historische Daytona-Modelle für Uhrenliebhaber interessant.
Mit einer Schätzung von 75.000 bis 130.000 Euro zählt die goldene Rolex zu den hochpreisigen Uhren-Highlights der Auktion. Das Startgebot liegt bei 75.000 Euro. Originalbox und Papiere fehlen, eine Rolex-Aufbewahrungstasche ist jedoch enthalten.
Patek Philippe: Komplikationen treffen auf Roségold

Eleganz und anspruchsvolle Uhrmacherkunst treffen bei der Patek Philippe Referenz 5960R-001 aufeinander. Die Automatikuhr aus circa 2009 kombiniert einen Jahreskalender mit einem Chronographen und präsentiert sich in einem edlen Gehäuse aus 18-karätigem Roségold. Das anthrazitfarbene Zifferblatt verleiht dem 40,5 Millimeter großen Zeitmesser einen eleganten, modernen Look.
Im Inneren arbeitet das automatische Kaliber CH 28-520 IRM QA 24H mit 40 Lagersteinen. Besonders faszinierend ist der Jahreskalender, der automatisch zwischen Monaten mit 30 und 31 Tagen unterscheidet. Lediglich Ende Februar muss das Datum in der Regel manuell angepasst werden. Durch den Saphirglasboden lässt sich die aufwendige Mechanik betrachten.
Sotheby’s schätzt die Uhr auf 22.000 bis 40.000 Euro. Das angegebene Gebot liegt bei 22.000 Euro. Besonders interessant für Sammler: Die Patek Philippe wird mit Originalbox, Herkunftszertifikat und weiterem Zubehör angeboten.
Cartier Reverso: Zwei Zeitzonen, ein außergewöhnliches Design

Ein besonders außergewöhnlicher Zeitmesser stammt von Cartier. Die Reverso aus circa 1970 verbindet ein rechteckiges Gehäuse aus 18-karätigem Gelbgold mit einem raffinierten Mechanismus: Die Uhr lässt sich wenden und bietet laut Auktionsbezeichnung eine zweite Zeitanzeige.
Mit ihrem hellen Zifferblatt, dem klassischen Handaufzugswerk und den eleganten Proportionen von 35 × 23,5 Millimetern verkörpert sie den zeitlosen Stil vergangener Jahrzehnte. Dazu kommt eine Faltschließe aus 18-karätigem Gelbgold von Cartier.
Für die Cartier Reverso erwartet Sotheby’s einen Preis zwischen 20.000 und 40.000 Euro. Das Startgebot beträgt 20.000 Euro. Originalbox und Papiere fehlen, eine Präsentationsschatulle von Les Must de Cartier ist jedoch enthalten.

