Millionen-Uhren in Genf: Daytona, Patek und ein Journe-Unikat

Am 7. und 8. November kommen bei Phillips in Genf Uhren für Millionenbeträge unter den Hammer. Neben Rolex und Patek Philippe steht ein einzigartiges Stück von Harry Winston und F.P. Journe im Katalog.

Von Jessica Farthofer

Millionen-Uhren in Genf: Daytona, Patek und ein Journe-Unikat
© Phillips Auction House
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Im November wird Genf wieder zur Hauptstadt der Uhrensammler. Am 7. und 8. November versteigert das Auktionshaus Phillips in der „Geneva Watch Auction: XXIV“ insgesamt 218 Lose. Mehrere davon sollen mehr als eine Million Schweizer Franken erzielen.

Wer sich nicht für Auktionen interessiert, kann trotzdem viel daraus lesen: Die Ergebnisse zeigen, welche Uhren Sammler derzeit am höchsten bewerten.

Die teuersten Lose bei Phillips

Die höchste Schätzung trägt ein Patek-Philippe-Chronograph mit Schleppzeiger, Referenz 1436, aus Stahl und aus dem Jahr 1945. Er ist auf 2 bis 4 Millionen Schweizer Franken geschätzt. Fast ebenso hoch liegt eine Cartier Portico No. 4 mit 1,8 bis 3,2 Millionen Franken.

Bei Rolex stehen gleich mehrere Daytona-Klassiker im Katalog: die Referenz 6264 „Paul Newman Lemon“ mit einer Schätzung von über einer Million Franken und die Referenz 6241 „John Player Special“ von etwa 1969 mit 800.000 bis 1,6 Millionen Franken. Ebenfalls über einer Million Franken liegen die Rolex Referenz 3830 „Verga“ und die F.P. Journe Chronomètre à Résonance „Régence“ von 2002.

Links eine Rolex Daytona am Handgelenk, rechts ein Patek-Philippe-Chronograph Referenz 1436 mit Box und Papieren
© Phillips Auction House

Ein Einzelstück aus der Zeit der Unabhängigen

Besonders gespannt blicken Sammler auf Los 107: die Harry Winston x F.P. Journe „Opus One“, Referenz 200 MTFPJ38P. Die Uhr hat ein Platingehäuse, ein türkisfarbenes Zifferblatt und Journes Kaliber 1498 mit einem Tourbillon mit Remontoir d’égalité. Sie wird auf 400.000 bis 800.000 Franken geschätzt.

Die Opus-Reihe von Harry Winston gab Anfang der 2000er-Jahre noch wenig bekannten unabhängigen Uhrmachern kreative Freiheit und öffentliche Aufmerksamkeit, darunter François-Paul Journe. Entwickelt wurde sie von Max Büsser. Heute zählen diese Uhren zu den gefragten Sammlerstücken.

Harry Winston Opus One, Piece Unique, mit türkisem Zifferblatt und Tourbillon in zwei Ansichten
© Phillips Auction House

Auch andere Häuser laden zur Auktionswoche

Parallel versteigern laut The Hour Markers weitere Häuser in Genf: Antiquorum am 7. und 8. November im Ritz Hotel, unter anderem eine F.P. Journe Octa Calendrier (400.000 bis 800.000 Franken). Sotheby’s folgt am 8. und 9. November, Christie’s am 9. November mit einem Charity-Teil für ELA International mit 21 Uhren.

Ob sich eine Uhr als Wertanlage eignet, lässt sich pauschal nicht sagen. Wer selbst sammeln möchte, sollte sich beim Juwelier oder Uhrenhändler seines Vertrauens beraten lassen und bei Gebrauchtuhren auf Echtheit und Zustand achten.

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