Erste Patek Philippe 3970 kommt in Genf unter den Hammer

Chronograph mit ewigem Kalender, Seriennummer 875’000 und Rue-du-Rhône-Herkunft: Sotheby’s schätzt die Uhr auf bis zu drei Millionen Franken.

Von Jessica Farthofer

Erste Patek Philippe 3970 kommt in Genf unter den Hammer
© Sotheby's
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Sie ist die Nummer eins ihrer Art: Am 8. November versteigert Sotheby’s in Genf die erste jemals gefertigte Patek Philippe Referenz 3970. Der Chronograph mit ewigem Kalender und Mondphase wird in der ersten Session der Auktion „Important Watches“ aufgerufen. Der Schätzpreis liegt bei 1,0 bis 3,0 Millionen Schweizer Franken, umgerechnet rund 1,2 bis 3,6 Millionen US-Dollar.

Verkauft wurde die Uhr am 14. Januar 1987 im Patek-Philippe-Geschäft an der Genfer Rue du Rhône. Später tauchte sie 2005 und 2015 bei Antiquorum auf, nun kehrt sie in die Stadt ihrer ersten Besitzer zurück. Originalbox und Herkunftszertifikat des Hauses liegen bei.

Patek Philippe Referenz 3970 mit Chronograph, ewigem Kalender und Mondphase
© Sotheby's

Die Nummer 875’000

Im Inneren arbeitet das auf Lemania basierende Kaliber CH 27-70 Q. Das Exemplar trägt die Seriennummer „875’000“ und damit die niedrigste Nummer dieser Serie. Für Sammler ist genau das der Reiz: Die Uhr steht am Anfang einer Referenz, die später zu den gefragtesten Komplikationen des Hauses zählen sollte.

Auch äußerlich unterscheidet sich die frühe Ausführung. Das Zifferblatt besteht aus massivem 18-Karat-Gold mit gekörnter Silberoberfläche, der Gehäuseboden ist als solider Schnappboden ausgeführt – ein Merkmal der ursprünglichen Referenz 3970.

Warum die 3970 Sammler begeistert

Die Referenz verbindet zwei Komplikationen, die Uhrenliebhaber besonders schätzen: einen Chronographen und einen ewigen Kalender mit Mondphase. Dazu kommt die handwerkliche Anmutung, die Patek Philippe seit Jahrzehnten pflegt. Ein erstes Exemplar mit lückenloser Geschichte, Originalpapieren und Verkaufsort in Genf ist deshalb mehr als ein Zeitmesser – es ist ein Stück Firmengeschichte.

Wer Uhren auch als Wertanlage betrachtet, achtet bei solchen Stücken auf Seriennummer, Zustand und Dokumentation. Hier treffen alle drei Kriterien zusammen.

Genf im Auktionsfieber

Sotheby’s „Important Watches“ läuft am 8. und 9. November. Parallel bitten Phillips mit der Geneva Watch Auction XXIV am 7. und 8. November sowie Christie’s mit „Rare Watches“ am 9. November zur Versteigerung. In diesen Tagen entscheidet sich, welche Preise die Sammlerwelt für Vintage-Uhren der Spitzenklasse bereit ist zu zahlen – und ob die erste 3970 den oberen Rand ihrer Schätzung erreicht.

Die erste Patek Philippe 3970 steht zum Verkauf

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