Girard-Perregaux führt zwei seiner stärksten Markenmotive in einer Uhr zusammen: die achteckige Laureato und die Drei-Brücken-Architektur, die Constant Girard 1867 zur Designsignatur des Hauses machte. Die Manufaktur stellt die Laureato Fifty Three Gold Bridges vor. Sie kostet 178.000 Euro, in der Schweiz 162.000 Franken.
Die Uhr ist nicht limitiert, sondern gehört laut Gear Patrol fest zum Sortiment. Das unterscheidet sie vom Vorgängermodell, das auf 50 Stück begrenzt war. Für die neue Version hat Girard-Perregaux das Kaliber GP9620 entwickelt, ein skelettiertes Tourbillonwerk mit automatischem Aufzug, das ausschließlich für dieses Modell und diese eine Gehäusegröße gebaut wurde.
Drei Brücken in Roségold
Die drei Brücken gehen auf Constant Girard zurück. Er machte die funktionalen Brücken des Uhrwerks 1867 zum prägenden Element seiner Gestaltung, von den ersten Skizzen bis zur berühmten La Esmeralda zog sich diese Arbeit über mehr als drei Jahrzehnte. Das 160-jährige Jubiläum der Drei-Brücken-Konstruktion steht 2027 an. Bei der neuen Laureato sind die durchbrochenen Brücken aus Roségold, dessen warmer Ton laut Hersteller die pfeilförmigen Konturen und den Kontrast zwischen polierten Anglierungen und satinierten Oberflächen betont.
Das Gehäuse misst 41 Millimeter im Durchmesser und ist 10,85 Millimeter hoch. Es besteht aus Edelstahl, die achteckige Lünette aus Weißgold. Sie rahmt die roségoldenen Brücken ein. Laut Gear Patrol sind auch Zeiger und Indizes aus Roségold. Das integrierte Stahlarmband lässt sich ohne Werkzeug um bis zu 4 Millimeter feinjustieren, sodass sich der Sitz im Laufe des Tages anpassen lässt.

Kaliber GP9620: Tourbillon, Titan und Platin
Die starke Skelettierung gibt den Blick auf Federhaus, Räderwerk und Tourbillon frei. Unter der unteren Brücke sitzt der lyraförmige Tourbillonkäfig aus Titan. Der patentierte Mikrorotor aus Platin liegt hinter dem Federhaus und sorgt für den automatischen Aufzug, ohne den Blick auf das Werk zu verdecken. Die Gangreserve beträgt mindestens 55 Stunden.
Auch die Handarbeit ist sichtbar: Das Werk hat 418 von Hand polierte Winkel, davon 362 Innenwinkel. Jede Uhr wird vom ersten bis zum letzten Schritt von einem einzigen Uhrmachermeister montiert. Seine Initialen stehen auf einer kleinen pfeilförmigen Plakette im Werk, neben der Signatur des Hauses. Girard-Perregaux macht das bei allen Grandes Complications so. Die Wasserdichtigkeit liegt laut Gear Patrol bei 50 statt wie beim Vorgänger bei 30 Metern.

Preis, Einordnung und Fachhandel
Die Referenz 99112-58-3619-1CM kostet 178.000 Euro, 162.000 Schweizer Franken oder 182.000 US-Dollar. Der Preis des Vorgängermodells lag laut Gear Patrol bei 175.000 US-Dollar. Dass die neue Uhr nicht limitiert ist, macht sie für den Handel besser planbar als eine Serie von 50 Stück.

Die Laureato Fifty Three Gold Bridges ist das vierte neue Manufakturkaliber, das Girard-Perregaux innerhalb von zwölf Monaten vorstellt. Von Oktober 2025 bis September 2026 kamen das GP9530 (skelettiertes Tourbillon mit Minutenrepetition), das GP4800 (neue Generation von Automatikwerken), das GP8410 (Tourbillon mit Mikrorotor) und jetzt das GP9620 dazu. Die Manufaktur zählt nach eigenen Angaben mehr als 30 hauseigene Kaliber und über 80 Patente. Die Laureato gibt es seit 1975, und ihre achteckige Lünette, der runde Ring, das tonneauförmige Gehäuse und das integrierte Armband bilden bis heute den festen Rahmen.


