Mitten im Gesicht, mitten im Trend: Diese Promis machen Septum, Bridge & Co. zum Beauty-Statement

Piercings verstecken? 2026 offenbar nicht. Stars und junge Stilvorbilder wie Odessa A’Zion, Alysa Liu, North West und Mitglieder von KATSEYE setzen Schmuck genau dort ein, wo er garantiert auffällt: mitten im Gesicht. Septum, Bridge, Labret und Smiley werden dabei zum sichtbaren Teil des persönlichen Looks – manchmal echt, manchmal bewusst nur für einen Auftritt inszeniert.

Von Petra Baranyai

Aktualisiert am

Mitten im Gesicht, mitten im Trend: Diese Promis machen Septum, Bridge & Co. zum Beauty-Statement
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Lange standen beim Piercing-Styling vor allem die Ohren im Mittelpunkt: mehrere Stecker, Helix-Piercings und ausgefeilte Ear-Stacks bestimmten viele Looks. 2026 rücken nun auffälligere Platzierungen im Zentrum des Gesichts stärker in den Fokus. Teen Vogue beschreibt Septum-, Bridge-, Labret- und Smiley-Piercings als sichtbaren Beauty- und Fashion-Trend und nennt unter anderem Odessa A’Zion, Mitglieder von KATSEYE, Shiloh Jolie, North West und Alysa Liu als prominente Beispiele.

Wichtig dabei: Nicht jeder dieser Looks ist dauerhaft gestochen. Gerade bei Bridge-Piercings kommen auch Fake-Schmuck oder aufgeklebte Face Gems zum Einsatz.

PIERCINGS WERDEN TEIL DES GESAMTEN LOOKS

Auffällig ist weniger eine einzelne neue Piercingart als die Art, wie Gesichtsschmuck heute getragen wird. Er soll gesehen werden. Statt möglichst unauffällig zu wirken, wird er bewusst in Make-up, Kleidung und den gesamten Stil integriert.

Besonders gut zeigt das Odessa A’Zion, die ihr Septumpiercing selbstverständlich zu unterschiedlichen Fashion-Looks trägt. Auch bei KATSEYE spielen Piercings und andere Body-Modifications immer wieder eine Rolle im persönlichen Stil einzelner Mitglieder. Teen Vogue zählt die Gruppe deshalb ebenso zu den Beispielen für den aktuellen Trend zu sichtbareren Piercing-Looks.

Noch deutlicher wird die Entwicklung bei North West. Bei der Paris Fashion Week im Juni 2026 trug sie mehrere auffällige Schmuckelemente im Gesicht, darunter einen Bridge-Look, Anti-Eyebrow-Schmuck und sogenannte Angel Bites. Laut Teen Vogue handelte es sich dabei wahrscheinlich um aufgeklebt wirkende Faux-Piercings, ähnlich wie bei früheren Looks von ihr.

Frau mit Sommersprossen trägt Septum.
Das Septum gehört zu den vielseitigsten Gesichtspiercings und kann je nach Schmuck dezent oder bewusst auffällig wirken. © KI-generiert


SEPTUM: AUFFÄLLIG UND TROTZDEM WANDELBAR

Das Septum gehört inzwischen zu den bekanntesten Gesichtspiercings. Es sitzt im Bereich zwischen den Nasenlöchern und kann je nach Schmuck sehr unterschiedlich wirken: Ein schmaler Ring erscheint vergleichsweise minimalistisch, während Clicker, größere Ringe oder auffällige Designs schnell zum Mittelpunkt des Gesichts werden.

Gerade diese Wandelbarkeit macht das Septum für viele interessant. Es lässt sich sowohl mit einem reduzierten Beauty-Look als auch mit einem deutlich expressiveren Styling kombinieren.

Wichtig ist allerdings die richtige Platzierung. Ob und wie ein Septumpiercing gestochen werden kann, hängt von der individuellen Anatomie ab. Wer den Look dauerhaft tragen möchte, sollte sich deshalb professionell beraten lassen und nicht allein nach einem Promi-Foto entscheiden.

Frau mit Bridge-Piercing.
Das Bridge-Piercing sitzt zentral am oberen Nasenrücken und zieht dadurch besonders viel Aufmerksamkeit auf sich. © KI-generiert


BRIDGE: SCHMUCK ZWISCHEN DEN AUGEN

Noch auffälliger ist das Bridge-Piercing. Es sitzt horizontal am oberen Nasenrücken und damit genau in einem Bereich, auf den der Blick bei einem Gesicht automatisch fällt.

2026 wurde dieser Look unter anderem durch Alysa Liu, North West und KATSEYE-Mitglied Megan sichtbar. Bei Liu erschien ein silberner Bridge-Look bei den American Music Awards. Ob es sich dabei tatsächlich um ein dauerhaftes Piercing handelte, blieb jedoch offen. Wenige Tage zuvor war sie noch ohne entsprechenden Nasenschmuck zu sehen gewesen.

North West und Megan wiederum wurden bereits mit Faux-Bridge-Looks gesehen. Das zeigt, dass der Effekt eines Piercings inzwischen auch bewusst temporär eingesetzt wird: für einen Auftritt, ein Shooting oder einfach zum Ausprobieren.

Gerade bei einer so zentralen Platzierung ist professionelle Beratung wichtig. Nicht jede Anatomie eignet sich gleichermaßen, und oberflächennah sitzender Schmuck stellt andere Anforderungen als ein klassisches Ohrloch.

Labret-Piercing
Beim klassischen Labret sitzt der Schmuck mittig unterhalb der Unterlippe – ein vergleichsweise reduzierter, aber markanter Akzent. © KI-generiert


LABRET: DER KLASSIKER AN DER LIPPE

Auch Schmuck rund um die Lippen passt zum aktuellen Trend. Als Labret wird klassischerweise ein Piercing unterhalb der Unterlippe bezeichnet. Je nach genauer Position und Schmuckwahl können sehr unterschiedliche Looks entstehen.

Ein kleiner Stecker kann dezent wirken, während auffälliger Schmuck oder eine ungewöhnliche Kombination die Aufmerksamkeit bewusst auf den Mundbereich lenkt. Hinzu kommen zahlreiche Varianten rund um Ober- und Unterlippe.

Gerade hier sollte neben der Optik aber auch der Alltag eine Rolle spielen. Schmuck im Mund- und Lippenbereich kann in Kontakt mit Zähnen und Zahnfleisch kommen. Passende Schmuckgröße, geeignetes Material und eine fachgerechte Platzierung sind deshalb besonders wichtig.

Lächelnde Frau mit Smiley-Piercing
Das Smiley-Piercing sitzt am Lippenbändchen und wird vor allem beim Lächeln sichtbar. © KI-generiert


SMILEY: DER ÜBERRASCHUNGSEFFEKT BEIM LÄCHELN

Ein besonders auffälliges Promi-Beispiel liefert Eiskunstläuferin Alysa Liu. Ihr sogenanntes Smiley-Piercing wurde während der Olympischen Winterspiele 2026 international sichtbar und anschließend zum Thema in Beauty- und Lifestyle-Medien.

Das Piercing sitzt am Lippenbändchen unter der Oberlippe und ist deshalb vor allem dann zu sehen, wenn die Person lächelt.

Liu erklärte selbst, dass sie sich das Piercing bereits mehr als zwei Jahre zuvor gestochen hatte, mit Unterstützung ihrer Schwester beim Halten der Lippe.

Gerade beim Smiley sollte die Entscheidung allerdings nicht ausschließlich über die Optik fallen. Liu selbst sprach später über mögliche Veränderungen am Zahnfleisch und darüber, dass sie diese im Blick behält.

Nicht jede Anatomie eignet sich für diese Piercingart. Auch hier gilt deshalb: Vor einem echten Piercing sollte professionell geprüft werden, ob die Voraussetzungen passen.

ECHT ODER FAKE? BEIDES GEHÖRT INZWISCHEN ZUM TREND

Vielleicht ist genau das die spannendste Entwicklung hinter den aktuellen Celebrity-Looks: Nicht jedes Piercing, das auf einem Foto zu sehen ist, wurde tatsächlich gestochen.

North West experimentiert wiederholt mit Faux-Schmuck im Gesicht, KATSEYE-Mitglied Megan wurde ebenfalls mit einem Fake-Bridge-Look gesehen, und selbst bei Alysa Lius Bridge-Auftritt blieb offen, ob es sich um ein echtes Piercing handelte.

Damit wird das Fake-Piercing vom bloßen Ersatz zum eigenen Styling-Tool. Wer wissen möchte, wie stark eine Bridge, ein Septum oder ein zusätzlicher Lippenakzent das Gesicht verändert, kann einen Look zunächst temporär ausprobieren.

Erst wenn die Platzierung wirklich gefällt, lohnt sich der nächste Schritt: eine professionelle Beratung darüber, ob das gewünschte Piercing anatomisch möglich und für den eigenen Alltag geeignet ist.

Frau mit mehreren Gesichtspiercings
Nicht jeder auffällige Piercing-Look muss dauerhaft sein: Fake-Piercings bieten die Möglichkeit, neue Styles zunächst auszuprobieren, bevor man sich für ein echtes Piercing entscheidet. © KI-generiert


PROMI-LOOK JA, ABER NICHT BLIND KOPIEREN

Promis und Social-Media-Stars können neue Looks sichtbar machen und Inspiration liefern. Für die Entscheidung für ein eigenes Piercing sollte ihr Stil aber nur Ausgangspunkt sein.

Gesichter unterscheiden sich ebenso wie Nasen, Lippen, Gewebestrukturen und Proportionen. Ein Piercing, das bei einer Person perfekt sitzt, kann bei einer anderen völlig anders wirken oder anatomisch ungeeignet sein.

Auch deshalb lohnt es sich, einen Trend nicht einfach zu kopieren, sondern ihn auf den eigenen Stil zu übertragen. Schmuckgröße, Material, Platzierung und die individuelle Anatomie entscheiden am Ende stärker über einen gelungenen Look als die Frage, welcher Star ihn zuerst getragen hat.

VOM REBELLISCHEN DETAIL ZUM BEWUSSTEN STYLING

Der aktuelle Celebrity-Trend zeigt vor allem, wie selbstverständlich Piercings inzwischen in Mode und Beauty integriert werden. Ein Septum kann Teil eines eleganten Looks sein, ein Smiley wird bei einem internationalen Sportereignis zum Hingucker und eine Bridge kann für einen Abend genauso bewusst inszeniert werden wie Make-up oder Haare.

Teen Vogue beschreibt diese zentralen Gesichtspiercings 2026 als besonders sichtbaren Ausdruck von Individualität und persönlichem Stil. Gleichzeitig zeigen die zahlreichen Fake-Varianten, dass nicht jeder auffällige Piercing-Look gleich eine dauerhafte Entscheidung sein muss.

Wer den Trend selbst ausprobieren möchte, hat deshalb mehr Möglichkeiten denn je, vom temporären Schmuck bis zum professionell gestochenen Piercing. Entscheidend ist am Ende nicht, welcher Promi welchen Look vormacht, sondern welcher Schmuck zur eigenen Anatomie, zum Alltag und vor allem zum eigenen Stil passt.

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