Bei den Oscars 2026 erschien Schauspielerin Odessa A’zion mit maßgefertigtem Schmuck von Pandora aus Lab-Grown Diamonds.
Vogue nennt unter anderem eine mehrreihige Halskette mit insgesamt 148 Diamanten und 54,95 Karat. Weitere Schmuckstücke ihres Looks bestanden ebenfalls aus 14-karätigem Weißgold und im Labor erzeugten Diamanten.
Auch bei der Met Gala 2026 waren Lab-Grown Diamonds sichtbar. Schauspielerin Tessa Thompson kombinierte ihr Valentino-Outfit unter anderem mit einem Pandora-Armband aus 14-karätigem Gelbgold und einem im Labor gezüchteten Zwei-Karat-Diamanten.
AUCH SWAROVSKI SETZT AUF LAB-GROWN
Auch Swarovski nutzt Lab-Grown Diamonds inzwischen für internationale Red-Carpet-Looks.
Bei den Golden Globes 2026 trug Jennifer Lawrence eine maßgefertigte Halskette aus Swarovski Created Diamonds. Swarovski dokumentiert zudem weitere Auftritte mit im Labor gezüchteten Diamanten, darunter Schmuck für Gillian Anderson bei den Filmfestspielen in Cannes.
Damit sind Lab-Grown Diamonds längst nicht mehr ausschließlich in klassischen Schmuckkollektionen zu finden. Sie werden zunehmend auch in großen High-Jewellery- und Red-Carpet-Inszenierungen eingesetzt.

IST EIN LAB-GROWN DIAMANT EIN DIAMANT?
Ja.
Das Gemological Institute of America, kurz GIA, erklärt, dass im Labor gezüchtete Diamanten im Wesentlichen dieselben chemischen, physikalischen und optischen Eigenschaften wie natürliche Diamanten besitzen.
Sie bestehen also nicht aus Glas oder Zirkonia und sind keine bloße Diamant-Imitation.
Der entscheidende Unterschied liegt in der Entstehung.
Natürliche Diamanten entstehen über sehr lange Zeiträume unter hohem Druck und hohen Temperaturen tief in der Erde. Lab-Grown Diamonds werden unter kontrollierten technischen Bedingungen erzeugt, beispielsweise mittels HPHT- oder CVD-Verfahren.
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KANN MAN DEN UNTERSCHIED SEHEN?
Mit bloßem Auge lässt sich die Herkunft eines geschliffenen Diamanten normalerweise nicht zuverlässig bestimmen.
Da natürliche und im Labor erzeugte Diamanten optisch und chemisch sehr ähnlich sind, benötigt man für eine eindeutige Identifikation spezielle gemmologische Geräte beziehungsweise eine Untersuchung in einem Labor.
Die unterschiedlichen Wachstumsbedingungen hinterlassen allerdings charakteristische Merkmale, anhand derer Fachlabore zwischen beiden Kategorien unterscheiden können.
NATÜRLICH ODER LAB-GROWN?
Damit haben Käufer heute eine zusätzliche Entscheidung zu treffen.
Bei einem natürlichen Diamanten gehört seine geologische Entstehung über einen enorm langen Zeitraum zur Geschichte des Steins. Bei einem Lab-Grown Diamond erfolgt die Entstehung dagegen technisch und innerhalb eines wesentlich kürzeren Zeitraums.
Welche Variante besser zum eigenen Schmuckstück passt, hängt deshalb von den persönlichen Vorstellungen ab.
Entscheidend ist vor allem Transparenz: Beim Kauf sollte klar angegeben sein, ob es sich um einen natürlichen oder einen im Labor gezüchteten Diamanten handelt.
Gerade beim Verlobungsring lohnt es sich zudem, nicht ausschließlich auf die Herkunft zu schauen. Schliff, Karatgewicht, Farbe, Reinheit, Fassung und das gesamte Ringdesign bestimmen ebenfalls maßgeblich, wie ein Diamant am Ende wirkt.
Der Red Carpet liefert dafür Inspiration – die Entscheidung am eigenen Finger bleibt persönlich.

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