Zwei Produktwelten, die auf den ersten Blick wenig gemeinsam haben, bringt HesseLab unter einem Dach zusammen: Labordiamanten und Perlen. Im Interview mit Blickpunkt·Juwelier erklärt Geschäftsführer Carl-Raffael Hillejan, welche Rolle beide Segmente heute im Sortiment des Fachhandels spielen und wo er die größten Chancen sieht.
Der Schmuckmarkt befindet sich im Wandel: Während Labordiamanten zunehmend an Bedeutung gewinnen, eröffnen Perlen durch ihre Vielseitigkeit neue Möglichkeiten für Juweliere. Der erste Teil des Gesprächs dreht sich um Marktbewegungen, Wachstumspotenzial und darum, was HesseLab im Fachhandel von anderen Anbietern unterscheiden soll.
Labordiamanten ergänzen den natürlichen Diamantschmuck
Nach Hillejans Einschätzung stehen Labordiamanten und Perlen für zwei unterschiedliche, aber sich ergänzende Wachstumsfelder. Bei Labordiamanten sehe HesseLab eine sehr hohe Nachfrage: „Kunden, die anfangs noch zögerlich waren, kommen heute gezielt und entscheiden sich bewusst für den Kauf.“ Dabei würden Labordiamanten häufig nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung zum natürlichen Diamantschmuck gesehen.
Perlen stehen laut Hillejan nach wie vor für Zeitlosigkeit, Individualität und modische Vielseitigkeit. Für den Fachhandel ergebe sich daraus die Chance, unterschiedliche Zielgruppen anzusprechen und das Sortiment strategisch zu erweitern.

Perlen profitieren vom Goldpreis und vom Minimalismus
Im Perlenbereich nimmt die Nachfrage nach Hillejans Beobachtung durch den gestiegenen Goldpreis in bestimmten Segmenten wieder zu. Perlenketten würden häufig als Alternative zur klassischen Collierkette gewählt und mit Diamantanhängern oder ähnlichen Elementen kombiniert.
Gleichzeitig gehe der Trend klar in Richtung minimalistischer Schmuck, bei dem Perlen sehr gut funktionieren. Gelbgold bleibe dabei ein wichtiger Treiber in der Gestaltung.
Das größte Wachstumspotenzial liegt aus Sicht von HesseLab weiterhin bei den Labordiamanten, da der Markt „noch lange nicht gesättigt“ sei. Die Perle bleibe ein stabiler Bestandteil des Schmucksortiments. In der DACH-Region sieht sich das Unternehmen aufgrund seiner langjährigen Marktpräsenz bereits sehr stark positioniert und baut deshalb die internationale Distribution weiter aus.
Lieferzeiten von drei bis vier Wochen
Was unterscheidet HesseLab von anderen Anbietern? Hillejan nennt zunächst die breite Kollektion, mit der gezielt unterschiedliche Zielgruppen im Fachhandel angesprochen werden. Zudem lege das Unternehmen großen Wert auf hohe Lieferfähigkeit: Die Produktion sei so strukturiert, dass Lieferzeiten von drei bis vier Wochen realistisch seien.

Dazu kommt der Service. Der Außendienst sei regelmäßig vor Ort, präsentiere die Kollektion persönlich und unterstütze den Handel aktiv. Flexible Auswahlmöglichkeiten sollen es Juwelieren außerdem ermöglichen, ihr Sortiment individuell und bedarfsgerecht zusammenzustellen.
Im zweiten Teil des Interviews geht es weiter.


