Besonders deutlich wird das, wenn Kunden mit einer konkreten Preisvorstellung ins Geschäft kommen. Wer etwa 500 oder 700 Euro ausgeben möchte, erwartet dennoch ein ansprechendes Schmuckstück mit hochwertiger Verarbeitung und attraktivem Design.
Für Hersteller und Fachhändler entsteht daraus eine wichtige Aufgabe: Preislagen müssen weiterhin wirtschaftlich sinnvoll und für Kunden überzeugend besetzt werden.
Edelstahl als Alternative
Während Goldschmuck durch steigende Materialpreise teurer wird, eröffnet Edelstahl zusätzliche Möglichkeiten für das Sortiment. Das Material erlaubt designorientierte Schmuckstücke, die auch innerhalb begrenzter Budgets angeboten werden können.
Roland Baldauf von Humphrey beschreibt diese Entwicklung aus Sicht des Fachhandels:
„Viele Kunden kommen mit einer klaren Vorstellung ins Geschäft und sagen ganz konkret, dass sie für ein Geschenk etwa 500 oder 700 Euro ausgeben möchten. Genau in diesen Bereichen wird es mit Gold zunehmend schwierig, attraktive Produkte anzubieten. Edelstahl bietet hier die Möglichkeit, innerhalb eines definierten Budgets ein hochwertiges und zugleich designorientiertes Schmuckstück anzubieten und damit wichtige Preislagen im Sortiment wieder besetzbar zu machen.“
Preis und Design verbinden
Für den Fachhandel geht es dabei nicht darum, Goldschmuck grundsätzlich zu ersetzen. Vielmehr können unterschiedliche Materialien gezielt eingesetzt werden, um ein breiteres Angebot für verschiedene Kaufmotive und Budgets zu schaffen.
Edelstahl bietet neben seiner modernen Optik gestalterische Möglichkeiten und erlaubt eine andere Kalkulation als klassische Edelmetalle.
Gerade in Geschenkpreislagen kann das entscheidend sein. Denn Kunden möchten nicht ausschließlich nach Materialwert kaufen. Auch Design, Tragbarkeit und die Wirkung eines Schmuckstücks beeinflussen die Entscheidung.
Wer hochwertige Gestaltung mit einer nachvollziehbaren Preispositionierung verbindet, kann damit zusätzliche Kaufanreize schaffen.
Wichtige Preislagen zurückgewinnen
Die Herausforderung für Juweliere besteht darin, ihre Sortimente so zu strukturieren, dass unterschiedliche Budgets weiterhin sinnvoll bedient werden können.
Ein Sortiment, das fast ausschließlich auf Gold setzt, kann durch stark steigende Edelmetallpreise in bestimmten Preisbereichen an Auswahl verlieren. Ergänzende Materialien bieten die Möglichkeit, diese Lücken zu schließen.
Für den Fachhandel wird deshalb die Materialstrategie immer wichtiger. Gold, Silber und Edelstahl können unterschiedliche Aufgaben innerhalb des Sortiments übernehmen und verschiedene Zielgruppen ansprechen.
Humphrey zeigt mit dem Fokus auf Edelstahl einen Ansatz, um attraktive Geschenkpreislagen auch unter veränderten Marktbedingungen zu erhalten. Entscheidend bleibt, dass Material, Gestaltung und Verkaufspreis zur Kundenerwartung passen.


