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2,7 Prozent Plus: Swiss Made meldet sich zurück

Die Schweizer Uhrenindustrie zeigt im September deutliche Stärke. Die Exporte stiegen im Monatsvergleich zum Vorjahr um 11,7 Prozent auf 2,23 Milliarden Schweizer Franken. Für die ersten neun Monate 2026 ergibt sich damit ein Plus von 2,7 Prozent auf insgesamt 19,5 Milliarden Franken. Besonders stark entwickelten sich die USA, während China weiter unter Druck bleibt.

Von Petra SIvcic

2,7 Prozent Plus: Swiss Made meldet sich zurück
© ROLEX Bangkok
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Die Schweizer Uhrenindustrie zeigt im September deutliche Stärke. Die Exporte stiegen im Monatsvergleich zum Vorjahr um 11,7 Prozent auf 2,23 Milliarden Schweizer Franken. Für die ersten neun Monate 2026 ergibt sich damit ein Plus von 2,7 Prozent auf insgesamt 19,5 Milliarden Franken. Besonders stark entwickelten sich die USA, während China weiter unter Druck bleibt.


Nach einem schwierigen ersten Halbjahr gewinnt die Schweizer Uhrenindustrie wieder an Dynamik. Noch Ende Juni lagen die Exporte mit 12,8 Milliarden Franken um 0,7 Prozent unter dem Vorjahreswert. Bis Ende September drehte sich die Bilanz ins Plus.

September bringt 11,7 Prozent Plus

Im September wurden Schweizer Uhren im Wert von 2,23 Milliarden Franken exportiert. Das entspricht einem Plus von 11,7 Prozent gegenüber September 2025.

Besonders stark entwickelten sich Uhren mit einem Exportpreis von mehr als 3.000 Franken: Ihr Wert legte um 9,9 Prozent zu. Noch kräftiger wuchs das Segment unter 500 Franken mit 39,5 Prozent.

Auch nach Material gab es deutliche Unterschiede. Bimetallmodelle lagen beim Exportwert um 29,3 Prozent höher, Stahluhren um 13 Prozent.

USA springen nach oben

Der größte Impuls kam im September aus den USA. Die Ausfuhren dorthin stiegen um 85,7 Prozent auf 292,9 Millionen Franken. Allerdings ist dieser Anstieg stark von einem schwachen Vergleichsmonat 2025 geprägt, als zusätzliche Zölle die Exporte belasteten.

Auch Japan legte mit 12,3 Prozent zu, Hongkong mit 3 Prozent. Frankreich wies sogar ein Plus von mehr als 128 Prozent auf. Der Branchenverband FH weist jedoch darauf hin, dass dieser Wert teilweise auf veränderte Waren- und Logistikströme innerhalb Europas zurückzuführen sein dürfte und deshalb nicht eins zu eins als Endkundennachfrage gelesen werden sollte.

China bleibt das Sorgenkind

Deutlich schwächer entwickelte sich dagegen China. Die Schweizer Uhrenexporte auf das chinesische Festland gingen im September um 14,2 Prozent zurück.

Auch Großbritannien verlor mit minus 5,2 Prozent, die Vereinigten Arabischen Emirate lagen 9 Prozent unter dem Vorjahr.

Damit bleibt das Bild regional sehr unterschiedlich. Während sich die USA und mehrere europäische Märkte erholen, bleibt der chinesische Luxusmarkt schwierig.

Nach neun Monaten 2,7 Prozent im Plus

Von Januar bis September erreichten die Schweizer Uhrenexporte einen Wert von 19,5 Milliarden Franken. Das entspricht einem Anstieg von 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. In US-Dollar entspricht das nach aktuellem Umrechnungskurs rund 23,6 Milliarden Dollar.

Für den Fachhandel ist dabei wichtig: Die FH-Zahlen messen Exporte aus der Schweiz und keine Verkäufe an Endkunden. Ein Exportplus bedeutet deshalb nicht automatisch, dass die Ware bereits am P.O.S. abverkauft wurde.

Was die Zahlen für den Fachhandel zeigen

Die Entwicklung ist dennoch ein positives Signal. Nach einem schwachen ersten Halbjahr hat sich das Umfeld für Swiss Made sichtbar stabilisiert.

Besonders bemerkenswert ist, dass sowohl das obere Preissegment als auch preisgünstigere Uhren im September zulegen konnten. Das spricht gegen eine einfache Gewinner-Verlierer-Logik nach Preislagen.

Für Juweliere bleibt jedoch die regionale Entwicklung entscheidend. Die Schweizer Uhrenindustrie wächst wieder – aber nicht überall und nicht in jedem Segment gleich stark.

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