Nach Jahren, in denen dezente Ketten, feine Ringe und zurückhaltender Schmuck besonders präsent waren, darf es derzeit wieder mehr sein. InStyle Deutschland bezeichnet diesen Trend als „Schmuckmaxxing“: Schmuckstücke werden nicht einzeln eingesetzt, sondern miteinander kombiniert und bewusst sichtbar getragen.
Dass es sich dabei nicht nur um einen einzelnen Modebegriff handelt, zeigen auch aktuelle Beobachtungen aus der Schmuck- und Accessoireswelt. Die Bisutex in Madrid nennt für Herbst und Winter 2026/27 unter anderem Maximalismus, großformatige Schmuckstücke, kräftigere Farben und die Rückkehr von Broschen als wichtige Richtungen. Vom 24. bis 27. September 2026 bringt die Messe mehr als 450 Marken aus über 15 Ländern zusammen.
KETTEN IN VERSCHIEDENEN LÄNGEN
Besonders einfach lässt sich der Look mit Halsketten umsetzen. Statt mehrere fast identische Modelle übereinanderzutragen, können unterschiedliche Längen für mehr Spannung sorgen.
Eine kurze Kette, ein mittellanges Modell und eine längere Variante mit Anhänger erzeugen verschiedene Ebenen. Auch Perlen lassen sich mit schlichteren Metallketten kombinieren.
Dabei müssen die Schmuckstücke nicht identisch aussehen. Unterschiedliche Formen, Breiten und Oberflächen können bewusst miteinander kombiniert werden.

MEHRERE RINGE STATT NUR EINEM
Auch an der Hand lässt sich Schmuckmaxxing unterschiedlich interpretieren. Schmale Ringe können auf einem Finger gestapelt oder auf mehrere Finger verteilt werden.
Wer es ruhiger mag, bleibt bei einer gemeinsamen Formensprache oder Metallfarbe. Wer einen auffälligeren Look bevorzugt, kann unterschiedliche Breiten, Oberflächen oder Schmucksteine miteinander kombinieren.
Ähnlich funktioniert der Trend am Handgelenk. Mehrere Armreifen oder Armbänder ergeben gemeinsam einen deutlich sichtbareren Look als ein einzelnes Schmuckstück.

SCHMUCKMAXXING MUSS NICHT LAUT SEIN
Maximalismus bedeutet nicht automatisch, möglichst große oder extravagante Schmuckstücke zu tragen.
Auch mehrere filigrane Ketten oder schmale Ringe können zusammen einen starken Effekt erzeugen. Genau darin liegt die Vielseitigkeit des Trends: Jede und jeder kann selbst bestimmen, wie viel „mehr“ zum eigenen Stil passt.
Minimalismus bleibt gleichzeitig bestehen. Schmuckmaxxing ersetzt zurückhaltende Looks also nicht, sondern erweitert die Möglichkeiten.
Der Trend ist damit vor allem eine Einladung, vorhandene Schmuckstücke neu miteinander zu kombinieren und bewusster sichtbar zu tragen.

