Jahr der Ziege: Vacheron Constantin limitiert Goldziege auf 25 Uhren pro Variante

Vacheron Constantin widmet dem achten Tierkreiszeichen eine Métiers-d'Art-Uhr: Reliefgravur, Grand-Feu-Email und vier Scheiben statt Zeiger, in Platin oder Roségold.

Von Jessica Farthofer

Jahr der Ziege: Vacheron Constantin limitiert Goldziege auf 25 Uhren pro Variante
© Vacheron Constantin
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Am 6. Februar 2027 beginnt im chinesischen Kalender das Jahr der Ziege. Vacheron Constantin hat dazu schon jetzt eine eigene Uhr vorgestellt: „The Legend of the Chinese Zodiac, Year of the Goat“ aus der Kunsthandwerks-Reihe Métiers d’Art. Die Marke führt damit ihre Tierkreis-Uhren fort, die sie seit 2012 jährlich auflegt.

Die Uhr kommt in zwei Ausführungen, mit Gehäuse aus 950er Platin oder aus 18 Karat 5N-Roségold. Von jeder Referenz entstehen nur 25 Exemplare. Statt Zeigern hat sie vier Scheiben, die den Zifferblattrand für das Kunsthandwerk freihalten. Einen Preis nennt die Marke nicht öffentlich, er wird auf Anfrage mitgeteilt.

Eine Ziege auf dem Felsen: Gravur, Email und Miniaturmalerei

Die Mitte des Zifferblatts nimmt eine dreidimensionale Ziege ein, die majestätisch auf einem großen Felsen steht. Beide formt ein Meistergraveur aus 18 Karat Gold, je nach Gehäuse in Weiß- oder Roségold. Mit Reliefgravur arbeitet er Details wie Hörner und Fell heraus, anschließend wird die Oberfläche von Hand patiniert. Emaillierte Miniaturmalerei setzt zusätzliche Farbnuancen. Allein für dieses Motiv waren laut Vacheron Constantin drei Tage Handarbeit nötig.

Meistergraveur formt von Hand die Goldziege für die Vacheron-Constantin-Uhr zum Jahr der Ziege
© Vacheron Constantin

Der Hintergrund kombiniert zwei Techniken: mehrfarbiges Grand-Feu-Email mit einem dezenten Farbverlauf von einer helleren Mitte zu dunkleren Rändern und emaillierte Miniaturmalerei für das Blattwerk. Die Farbe wird in mehreren feinen Schichten mit dem Pinsel aufgetragen und bei über 800 °C gebrannt. Das wird so oft wiederholt, bis die gewünschte Farbintensität erreicht ist, insgesamt zwei Wochen Arbeit. Die Hintergrundfarben der vier Anzeigefenster sind auf die Emaille des jeweiligen Zifferblattabschnitts abgestimmt.

Emailkünstler malt von Hand das Zifferblatt der Vacheron-Constantin-Uhr Jahr der Ziege
© Vacheron Constantin

Vier Scheiben statt Zeiger: das Kaliber 2460 G4

Angetrieben wird die Uhr vom Automatik-Manufakturkaliber 2460 G4. Stunden und Minuten laufen kontinuierlich in zwei Öffnungen im oberen Bereich des Zifferblatts, Wochentag und Datum springen im unteren Bereich. Das Werk hat 237 Komponenten, 27 Rubine, 31 Millimeter Durchmesser und 6,05 Millimeter Höhe. Es schwingt mit 28.800 Halbschwingungen pro Stunde und hat rund 40 Stunden Gangreserve.

Zifferblatt der Vacheron Constantin Métiers d'Art Jahr der Ziege in Roségold mit Goldziege auf Felsen
© Vacheron Constantin

Durch den Saphirglasboden sieht man die skelettierte Schwungmasse aus 22 Karat Gelbgold mit poliertem Malteserkreuz. Zur Endbearbeitung gehören Perlage, Genfer Streifen, von Hand anglierte Brücken und handgefaste Rubinfassungen. Eine der Brücken trägt die Genfer Punze. Das Gehäuse misst 40 Millimeter im Durchmesser, ist 12,72 Millimeter hoch und bis 3 bar (rund 30 Meter) wasserdicht.

Tradition seit 2012: Vacheron Constantin und China

Die Tierkreis-Reihe startete 2012. 2024 begann mit dem Jahr der Schlange ein zweiter zwölfjähriger Zyklus mit jeweils zwei Modellen pro Jahr. Die Ziege steht nach Angaben der Marke für Glück und Güte, aber auch für Sanftmut, Loyalität, Stärke und Widerstandskraft. Product & Creation Director Sandrine Donguy erinnert an die Legende, nach der der Jadekaiser zwölf Tiere zu Wächtern des Himmelstors ernannte. Die Ziege kam als achtes an.

Die Verbindung der Manufaktur zu China reicht nach Unternehmensangaben bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück. Archivunterlagen belegen demnach, dass Vacheron Constantin bereits 1846 33 Uhrenpaare nach Kanton lieferte. Seit 2024 arbeitet das Haus außerdem mit dem Bildungsinstitut des Palastmuseums in Peking zusammen. Die Armbänder der beiden Editionen bestehen aus Alligatorleder, dunkelbraun bei den Roségold-Modellen und dunkelblau bei den Platin-Modellen, jeweils mit Faltschließe aus dem Gehäusematerial. Im Lieferumfang liegt ein Korrekturstift. Insgesamt entstehen 50 Uhren.

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